Die Schneidfähigkeit beschreibt, wie gut eine Klinge im Gebrauch schneidet. Sie wird oft mit der Schneidhaltigkeit verwechselt. Die Schneidfähigkeit einer Klinge ist durch den Anwender gut wahrnehmbar. Braucht man zum Beispiel nur wenig Kraft, und geht die Klinge leicht durch ein Schnittgut hindurch, dann wird man schnell von hoher Schneidfähigkeit sprechen.
Die geometrische Form der Klinge bestimmt maßgeblich deren Schneidfähigkeit. Dabei gilt je schlanker und feiner die Klingengeometrie, desto höher die Schneidfähigkeit einer Klinge. Dies gilt natürlich nur so weit, wie das Anwenderverhalten nicht all zu viel an Materialzugabe verlangt und damit dieses Bestreben drastisch begrenzt indem die Schneiden dann wieder dick und derb gemacht werden wie dies bei industriellen Messern fast stets der Fall ist.
Mit feiner Klingengeometrie ist auch die Schärfe einer Schneide gemeint. Die Schärfe einer Klinge hängt sowohl von den Materialeigenschaften des Klingenmaterials ab als wie die Schneide geschliffen wird. Dabei gilt es zwischen feinen geschlossenen Schneiden und offenen schartigen Schneiden, sogenannte Microsägen, zu unterscheiden. Auch bekannt sind natürlich Klingen die sägeartige Schneiden haben. Im wesentlichen sind geschlossene feine Schneiden für den hochwertigen Druckschnitt von Vorteil (Rasierklingen, hochwertige Küchenmesser, Schnitzmesser). Wohingegen offene schartige Schneiden oder Schneiden mit Wellenschliff den Zugschnitt unterstützen (Brotmesser).